Artikel und (persönliche) Meinungen zu gesellschaftlichen, politischen und philosophischen Themen.

Litfasssäule - Wirkung Printwerbung

Im ersten Teil über die Wirkung von Werbung auf mich, habe ich laut tönend erzählt, dass ich werberesistent sei. Im Laufe des Artikels habe ich dann jedoch feststellen müssen, dass Werbung sehr wohl eine Wirkung auf mich hat – wenn auch nicht im Sinne des Erfinders.
Wie sehe ich die übrigen Werbekanäle, wie Printwerbung, Onlinewerbung und Plakate? Darum geht es nun im zweiten Teil.  Weiterlesen

kein Empfang - Wirkung Werbung

Oberflächlich betrachtet, könnte ich diesen Artikel gleich nach den ersten Worten wieder beenden. Kurz gesagt: Ich bin werberesistent. Aber ist es wirklich so? Hat Werbung wirklich überhaupt keine Wirkung auf mich? Im ersten Teil beleuchte ich die Werbung im Fernsehen.
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Werbeprospekte - Werbung Papier Tonne

Samstag ist der schlimmste Tag. An diesem Tag kommt per Post das fein säuberlich in Plastikfolie eingeschweißte Paket Werbung. Ein ganze Bündel Papier – für die Tonne. Zusätzlich noch weitere Prospekte und Werbebriefe. Weiterlesen

Verkehrsschild Krötenwanderung

Volkssport Fussball?

Fußball war früher ein Volkssport. Jeder konnte sich den Eintritt ins Stadion leisten. Mittlerweile zahlt man auch mal um die 80€ für ein BL Spiel. Was dort vor sich geht, passt auf keine Kuhhaut mehr. Im freien Fernsehen kann man schon lange kein Fußballspiel mehr sehen. Wenn man doch mal ein Spiel sehen will, muss man zahlen. Natürlich gleich mit jahrelangen Verträgen. Alles dreht sich nur noch um Werbung und Kommerz. Ein Dem-Ernst-Kuzorra-seine-Frau-dat-Stadion1 gibt es schon lange nicht mehr. Stadien werden jetzt nur noch nach deren Sponsoren benannt.

222 Mio – eine unvorstellbare Summe

Die eigentlichen Akteure, also die Spieler, verdienen teilweise unglaubliche Summen, die Funktionäre stopfen sich auch noch die Taschen voll. Die Spirale der Gier schraubt sich in immer schwindelerregendere Höhen und hat nun den vorübergehenden(?) Gipfel von 222 Millionen Euro für einen Spielertransfer erreicht. Zweihundertzweiundzwanzig Millionen. 222.000.000 als Zahl. Weiterlesen

Man muss sich die Sache mal auf der Zunge zergehen lassen: Es gibt Leute, die versuchen mit rechtlichen Spitzfindigkeiten dagegen anzugehen, dass sie selbst – oder andere – bei einer offensichtlichen Ordnungswidrigkeit oder gar Straftat erwischt worden sind.

Die Stadt Essen betreibt auf der A52 einen tonnenschweren Blitzer in einem Baustellenbereich. Ein Rechtsanwalt versucht nun mit Ach und Krach dagegen anzugehen, um die armen, ach so sehr gebeutelten Autofahrer vor der üblen, hinterhältigen Wegelagerei der Stadt Essen zu beschützen. Weiterlesen

Taxi auf Radweg

Nun, wir machen alle nur unseren Job, aber was sich so mancher an Dreistigkeit und Unverfrorenheit herausnimmt, schlägt dem Fass den Boden aus.

Ein Taxi hält mitten auf dem Radweg – nein, halten bedeutet ja nur kurzzeitig zum Ein-/Aussteigen oder be-/entladen. Es parkt also auf einem Radweg in Duisburg. Links die volle Straße im Berufsverkehr, also ein Ausweichen quasi unmöglich. Rechts eine matschige Wiese, Ausweichen also nur mit dreckigen Schuhen möglich. Und mit einem 30kg-Lastenrad pflügt man auch nicht mal eben über den aufgeweichten Rasen. Weiterlesen

So, mal von Radfahrer zu Radfahrer. Wir müssen wohl mal Tacheles reden!

Vadorrinommaaa! Macht verdammt nochmal Euer Licht an! … und wenn es kaputt ist, repariert es! Ausreden werden nicht akzeptiert!

Der Oktober neigt sich seinem Ende zu und am kommenden Wochenende werden die Uhren auf Winterzeit umgestellt. In Ordnung, dadurch wird es vorübergehend morgens wieder ein wenig heller, aber das auch nur noch für kurze Zeit. Nutzt die Gelegenheit und mach Eure Fahrräder winterfest und verkehrssicher. 
Ich fahre jeden Tag nur läppische 4km zur Arbeit, aber auf den paar Kilometern sehe ich bestimmt fast jeden Tag mindestens einen Radfahrer ohne oder mit defektem Licht. Wen ich alles nicht sehe, möchte ich gar nicht wissen.
Ach ja, ich habe es übrigens aufgegeben, meine „Mitradler“ auf defekte Beleuchtung anzusprechen. Ich habe keine Lust mehr beschimpft zu werden. Ich schüttele nur noch wortlos mit dem Kopf und denke mir: „Natürliche Auslese!“.

Den Katzen sagt man nach, dass sie neun Leben hätten, aber wir haben nun einmal nur ein einziges Leben und damit sollten wir wirklich vorsichtig umgehen.

Fahrradklingel

Im zweiten Teil meiner merkwürdigen Begegnungen geht es deutlich weniger aggressiv zu, nichts desto trotz jedoch immer noch absolut negativ eingestellt.

Auf meinem täglichen Weg mit dem Fahrrad von der Arbeit nach Hause durchfahre ich ein kleines Waldstück. Dort trifft man regelmäßig auf einzelne Hundebesitzer oder auch ganze Gruppen davon. Nun, an einem Tag war eine größere Gruppe quer über den recht breiten Weg verteilt und war damit beschäftigt, Hunde und Hundeleinen zu sortieren und zu entwirren. Sie waren zu sehr beschäftigt, um mein Herannahen zu bemerken. Da ich schließlich Feierabend und alle Zeit der Welt hatte, blieb ich kurzerhand stehen, schaute dem Treiben leicht schmunzelnd zu und wartete einfach ab.
Nachdem nun alle Leinen entworren waren bemerkte mich schließlich eine der Hundebesitzerinnen und blaffte mich unversehens an: „Haben sie keine Klingel? Bimm, bimm!?“

Mal ganz davon ab, dass ich mir kaum das Grinsen verkneifen konnte wegen dem „Bimm, bimm!“, war ich zugegebenermaßen erst einmal sprachlos.
Offensichtlich kommt kaum noch jemandem der Gedanke, dass Rücksicht genommen werden könnte. Also mir persönlich wäre wahrscheinlich erst einmal ein „Oh, ’schulligung!“ rausgerutscht, weil ich offensichtlich im Weg gestanden habe, aber auf die Idee zu kommen, denjenigen gleich anzumotzen!?

Warum sind so viele Leute so unentspannt? Selbst in ihrer Freizeit scheinen so viele Leute dermaßen unter Strom zu stehen, dass direkt losgepoltert wird, anstatt erst zu realisieren, was überhaupt los ist. Warum überwiegt diese negative Grundeinstellung?

In Duisburg macht die Kampagne Duisburg. Aber sicher! mit verschiedenen Aktionen auf Sicherheit im Straßenverkehr aufmerksam. An verschiedenen Orten im Stadtgebiet wurden sogenannte Warn- und Geisterfahrräder aufgestellt. Die leuchtend roten Warnräder machen auf Verkehrsbereiche aufmerksam, die besonders häufig von Fahrrädern befahren werden und die ein gewisses Konfliktpotential aufweisen.
Die weißen Geisterräder wurden an Orten aufgestellt, an denen Fahrradfahrer bei einem Unfall ums Leben gekommen sind.

Ich persönlich wünsche mir, dass alle Verkehrsteilnehmer ein wenig aufmerksamer sind und vor allem nicht nur auf sich selbst bedacht sind.

Die wenigen Sekunden, die man vermeintlich durch defensive Fahrweise „verliert“, retten vielen Menschen Jahre und Jahrzehnte!

Mit der Reihe Aggressive Verspannungen beginne ich eine Sammlung seltsamer Begegnungen, bei der die Menschen auf die ich getroffen bin, auf eine – zumindest aus meiner Sicht – etwas merkwürdigen und völlig unnötigen Art und Weise, teils recht aggressiv reagiert  haben, sich aber zumindest angegriffen – oder ertappt? – gefühlt haben.
Kein Mensch ist unfehlbar, da nehme ich mich auch nicht aus, jeder hat mal einen schlechten Tag und manchmal rutschen einem auch Sätze heraus, die man am liebsten gar nicht gesagt hätte, aber die nun folgende Serie in der Rubrik curious moments zeigen eine Verhaltensweise auf, die ich immer häufiger in allen Lebenslagen beobachten kann.

Eigentlich könnte man diese Momente auf sich beruhen lassen und sie schlichtweg vergessen, aber aus mir noch unerfindlichen  Gründen lassen mich diese Begegnungen nicht los und ich muss immer wieder darüber nachdenken.
Habe ich Fehler gemacht und mich unpassend verhalten?
Was bewegt die Menschen zu solchen Reaktionen und diesem Verhalten?
In dieser Serie ruht der heimliche Wunsch, eine Erklärung für dieses Verhaltensphänomen zu finden.

Ein wunderschöner Sonntag, der seinem Namen alle Ehre machte. Blauer Himmel, Sonne, die ganze Stadt schien im Freien zu sein. Meine Laufstrecke führte mich auch in den Sportpark, einem sehr beliebten Ausflugsziel der Stadt.Weil ich mal wieder nicht darauf geachtet hatte, eine doppelte Schleife zu machen, löste sich ein Schnürsenkel. Also rechts ran und neu zubinden. Damit ich den Spaziergängern und Radfahrern nicht im Wege bin, hatte ich mich an den rechten Wegesrand gehockt und mit dem Schnüren begonnen als ich plötzlich und unerwartet eine feuchte Hundenase im Gesicht hatte. Mehr vor Schreck als wegen dem unangenehmen Gefühl habe ich „Hau ab!“ gerufen und mich aufgerichtet.
Schon stand das „Herrchen“ vor mir, ein Kerl von knapp 2 Metern und brüllte mich an, wie ich mit seinem Hund umgehen würde und das ich doch unverschämt sei.
Alles klar, natürlich, wie konnte ich es auch wagen, mich an den Wegesrand zu hocken und den Hund quasi dazu einladen, mich zu besabbern! Unverschämtheit!
Jedes Wort meinerseits, egal in welcher Form, hätte unweigerlich zur Eskalation geführt. Entsprechend wünschte ich dem Herrn ganz freundlich einen schönen Sonntag und setzte mein Training fort, begleitet von den Rufen, ich solle bloß abhauen und aufpassen, dass er nicht hinterher käme.
Ehrlich gesagt: Darauf hätte ich es dann doch zu gern ankommen lassen, ob der Möchtegern-Muskelprotz es geschafft hätte, mich zu verfolgen. Schließlich war ich zu der Zeit sehr gut im Training.

Warum sind die Leute so unentspannt?
Fehlt so vielen Menschen die nötige Empathie?